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Schuppenflechte (Plaque-Psoriasis)

Plaque-Psoriasis ist die häufigste Form der Psoriasis (Schuppenflechte). Sie tritt bei über 80 Prozent aller Betroffenen auf. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber durch eine Behandlung der Plaque-Psoriasis gelingt es in vielen Fällen, die Symptome zu lindern oder ganz zu unterdrücken.

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Krankheitsbild

Die Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut. Der Name Psoriasis geht auf den griechischen Begriff „psoa“ (ich kratze) zurück.

Plaques

Kennzeichnend für die Plaque-Psoriasis sind juckende, schuppende, entzündlich-gerötete

Hautstellen, so genannte Plaques. Sie entstehen, weil die Zellen der oberen Hautschicht (Epidermis) schneller als bei gesunden Menschen an die Hautoberfläche wandern. Der Zeitraum der Hauterneuerung dauert bei gesunden Menschen 26 bis 27 Tage und bei Psoriasis-Patienten nur sechs bis sieben Tage. 

Autoimmunreaktion

Vor der Hautveränderung finden bestimmte Entzündungsprozesse statt, die wahrscheinlich durch eine Autoimmunreaktion des Körpers hervorgerufen werden. Dabei attackiert das Immunsystem körpereigene Strukturen. Die Ursachen dieser Entzündungsreaktionen sind noch nicht vollständig erforscht. Man geht heute davon aus, dass es eine genetische Veranlagung für die Psoriasis gibt. Äußere Faktoren wie Infektionen, Stress oder die Einnahme bestimmter Medikamente scheinen die Krankheit auslösen oder verstärken zu können.

Betroffene

Experten gehen davon aus, dass rund zwei Millionen Menschen in Deutschland an Psoriasis leiden, davon über 80 Prozent an Plaque-Psoriasis. Meist beginnt die Krankheit im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.

Genetische Ursachen

Bei der Entstehung von Plaque-Psoriasis ist eine genetische Veranlagung von Bedeutung. Sind beide Elternteile betroffen, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ebenfalls eine Psoriasis entwickeln, bei 60 bis 70 Prozent.

Symptome

Merkmale der Plaque-Psoriasis

Charakteristische Merkmale einer Plaque-Psoriasis bzw. Schuppenflechte sind gerötete, juckende Hautflecken, häufig mit rotem Rand, der teilweise von einer blassen Zone umgeben ist, sowie trockene, silbrig-glänzende Schuppen. Weitere Merkmale sind Spannungsgefühl der Haut, Blutungen, Brennen und Müdigkeit.

Typische Begleiterkrankungen

Bei 20 bis 30 Prozent der Patienten wird die Plaque-Psoriasis von einer Psoriasis-Arthritis begleitet. Weitere Erkrankungen, die bei Psoriasis-Patienten häufiger auftreten, sind Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn.

Behandlung

Die Art der Behandlung einer Plaque-Psoriasis richtet sich u.a. nach dem Schweregrad der Erkrankung. 

Leichte bis mittelschwere Krankheitsverläufe

Bei leichten Formen der Plaque-Psoriasis werden häufig Salben mit Harnstoff oder Salizylsäure verabreicht. Bei leichten bis mittelschweren Formen kommen Calcineurininhibitoren, Dithranol (synthetisches Teerderivat), Kortikoide, Retinoide (Vitamin A-Säure-Abkömmlinge), Teerpräparate und Vitamin-D3-Analoga zum Einsatz.

Mittlere bis schwere Krankheitsverläufe

Bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis wird eine Fototherapie mit selektiver UV-Strahlung empfohlen. Außerdem sind häufig Medikamente notwendig, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Auch Bäder oder eine Klimatherapie können ratsam ein.

Biologika

Bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer oder chronischer Plaque-Psoriasis werden auch bestimmte Biologika (biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe) zur Behandlung empfohlen. Viele Biologika hemmen den körpereigenen Immunfaktor TNF-alpha und unterdrücken dadurch die Entzündungsreaktion.

Patentienprogramme

Den Betroffenen kann es helfen, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, spezielle Schulungen oder eine Psychotherapie zu absolvieren.

Service für Patienten

Zur Website www.wegweiser-psoriasis.de

Wegweiser Psoriasis

Als besonderen Service für Psoriasis-Patienten hat Pfizer ein umfangreiches Infopaket im Internet zusammengestellt. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um Krankheitsbild, Diagnose, Therapie und das Leben mit Psoriasis. Weitere Informationen unter www.wegweiser-psoriasis.de

Selbsthilfe und weiterführende Links

Der Deutsche Psoriasis Bund e. V. (DPB) vertritt die Interessen der an Schuppenflechte erkrankten Menschen und setzt sich  für die Anliegen der Betroffenen in allen Bereichen der Gesellschaft ein. Der DPB wurde 1973 als Selbsthilfeverein gegründet.  Heute ist die Interessengemeinschaft mit etwa 6.000 Mitgliedern die stärkste deutsche Patientenorganisation im Bereich der Hautkrankheiten. www.psoriasis-bund.de, www.pso-jugend.de

Die Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V. (PSOAG) ist ein Dachverband mit elf regional tätigen Vereinen und einer überregionalen Community, die zusammen über 5.000 Menschen mit Psoriasis und Psoriasis Arthritis vertreten. www.psoriasis-selbsthilfe.org

Die Internetplattform der regionalen Psoriasis-Netzwerke ist das PsoNet. Zielsetzung ist die Verbesserung der Versorgungsqualität auf dem Boden der S3-Leitlinie wie  die Verbesserung der Kooperation zwischen den Arztgruppen. Hier gibt es auch Informations- und Weiterbildungsangebote für Patieten. www.psonet.de

Ein spezielles Informationsangebot  für Kinder und Jugendliche mit Psoriasis stellt psoriasis-kids dar. Viele Texte sind auch für Erwachsene geschrieben, die in ihrer Familie oder im Bekanntenkreis mit jungen Psoriatikern zu tun haben. www.psoriasis-kids.de

Internetseite von Betroffenen für Betroffene. Die vielen Seiten der Schuppenflechte! www.psoriasis-netz.de

Die nützlichen Seiten für Betroffene und an Schuppenflechte Interessierte. www.pso-online.de

Der Ratgeber bei Schuppenflechte/Psoriasis. www.psoaktuell.com