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Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis ist nach Arthrose die zweithäufigste Gelenkerkrankung. Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht. Experten gehen davon aus, dass Autoimmunreaktionen für die Krankheit verantwortlich sind: Das Immunsystem „kämpft“ gegen körpereigene Strukturen an der Gelenkinnenhaut.

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Krankheitsbild

Bei der rheumatoiden Arthritis ist die Gelenkinnenhaut chronisch entzündet.
Häufig ist diese Entzündung mit Schmerzen und einer Verformung der Gelenke verbunden.  

Autoimmunerkrankung
Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmun­erkrankung. Das Immunsystem attackiert körpereigene Strukturen. Unklar sind bislang die genauen Ursachen. Experten vermuten, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen.

Gelenkschmerz  
Die entzündete Gelenkinnenhaut verdickt sich, die Gelenke schwellen an und schmerzen. Die umliegenden Muskeln, Bänder und Sehnen können sich verformen. Im weiteren Verlauf können Knorpel und Knochen zerstört werden. Schreitet die Krankheit noch weiter fort, kann sie auch auf innere Organe übergreifen. 

Betroffene

Weltweit kommt die rheumatoide Arthritis bei jedem hundertsten Menschen vor. In Deutschland sind ca. 440.000 Menschen betroffen, Frauen dreimal öfter als Männer. Die Krankheit kann in jedem Lebensalter auftreten und beginnt am häufigsten zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. 

Symptome

Betroffen sind meist Hände und Finger sowie die Füße und Zehen. Seltener erkranken auch andere Gelenke wie Hüfte, Schulter oder Wirbelsäule. Sehr oft tritt die Krankheit symmetrisch auf.

Schleichender Beginn
Meist beginnt die Erkrankung mit Beschwerden wie Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit. Viele Betroffene klagen auch über steife Gelenke nach dem Aufstehen.

Schmerzen und Schwellungen
Bei der rheumatoiden Arthritis ist die Innenhaut der Gelenke entzündet. Die betroffenen Stellen schwellen an, sind warm und gerötet und verursachen Schmerzen.

Verformung der Gelenke 
Im weiteren Verlauf der Erkrankung können sich Muskeln, Bänder und Sehnen verformen. Die Gelenke lassen sich nicht mehr richtig bewegen – sie werden steif.

Übergreifen auf andere Organe
Zellen aus der Gelenkhaut können in Knorpel und Knochen einwandern und sie zerstören. In schweren Fällen greift die Krankheit auf andere Organe wie Herz, Lunge, Augen oder Blutgefäße über.

Krankheitsverlauf der Rheumatoiden Arthritis
Meist treten die Beschwerden in Schüben auf. Selten verläuft die Erkrankung so schnell, dass es schon nach kurzer Zeit zu Verformungen und Behinderungen kommt.

Behandlung

Die rheumatoide Arthritis kann bisher noch nicht geheilt werden, aber durch eine Therapie lässt sich der Verlauf der Erkrankung verlangsamen, manchmal auch aufhalten.  

Basistherapeutika
Erster Schritt der Therapie ist die Gabe so genannter Basistherapeutika, die direkt in den Krankheitsverlauf eingreifen. Diese Medikamente können entzündliche Schübe und das Einsteifen der Gelenke verhindern. Dazu gehören nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) oder COX-2-Hemmer. In akuten Krankheitsphasen wird häufig Kortison eingesetzt. Diese Medikamente beeinflussen aber den Verlauf der Krankheit nicht. 

Biologika  
Sollte die Therapie mit den Basistherapeutika keine ausreichende Wirkung zeigen, steht die Wirkstoffgruppe der biotechnologisch hergestellten Biologika (auch „Biologicals“ genannt) zur Verfügung. Zu diesen Medikamenten zählen beispielsweise TNF-Alpha-Blocker, welche in die Kommunikation zwischen den Immunzellen eingreifen. 

Physiotherapie und operative Eingriffe   
Neben der medikamentösen Behandlung sollte eine Bewegungs- oder Physiotherapie durchgeführt werden, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten. In schweren Fällen ist eine Entfernung der Gelenkinnenhaut manchmal unumgänglich. Auch Fehlstellungen der Gelenke können operativ korrigiert werden.

Service für Patienten

Zur Website www.wegweiser-rheuma.de

Wegweiser Rheuma

Als besonderen Service für Rheuma-Patienten hat Pfizer ein umfangreiches Infopaket rund um Krankheitsbild, Diagnose, Therapie und das Leben mit rheumatischen Erkrankungen im Internet zusammengestellt. Weitere Informationen unter www.wegweiser-rheuma.de 

Selbsthilfe und weiterführende Links 
Die Deutsche Rheuma-Liga hat sich zum Ziel gesetzt, Rheumakranken und ihren Angehörigen die bestmögliche Hilfestellung zu bieten. Weitere Informationen unter www.rheuma-liga.de